17. 6. – 3. 9. 2026

Zusammenleben in Vielfalt

Kunstausstellung und Konzert
Slowenisches Kulturzentrum Korotan
Albertgasse 48, 1080 Wien

Ausstellungseröffnung mit Rezital des slowenischen Pianisten Tim Jančar: 17. 6., 19:00

Die Ausstellung „Zusammenleben in Vielfalt“ präsentiert Werke von drei KünstlerInnen mit ausgesprochen eigenständigen künstlerischen Poetiken. Gerade in dieser Vielfalt eröffnet sich ein Raum des Dialogs – ein Raum, in dem Vielfalt nicht als Gegensatz wirkt, sondern als Möglichkeit der Ergänzung und der Suche nach einem subtilen Gleichgewicht zwischen verschiedenen künstlerischen Praktiken.

Klementina Golija gestaltet bildliche Darstellungen durch abstrahierte und imaginäre Landschaften, in denen bildliche Symbole und Zeichen, die einen ausgeprägten Ausdruckswert haben, eine zentrale Rolle einnehmen. Ein wichtiges Element in ihren Werken sind Zeichnung und Collage.

Ina Loitzl setzt sich in ihrem Werk seit Jahren intensiv mit Fragen von Körper, Identität und medialer Darstellung auseinander. Ein zentrales Motiv ihrer aktuellen Arbeiten sind weibliche Silhouetten – sogenannte „Cutouts“ –, die in einer reduzierten, zugleich kraftvollen Formensprache erscheinen.

Klavdij Tutta spricht uns mit seiner mediterranen Inspiration an und erfüllt uns mit Freude und Wonne, die wir als Verkörperung der unendlichen Varianten der Schönheit der Landschaft wahrnehmen. All dies verwandelt er in bildliche Metamorphosen und Erzählungen.

Bei der Ausstellungseröffnung wird der junge slowenische Pianist Tim Jančar auf dem neuen Flügel des Slowenischen Kulturzentrums Korotan ein Rezital mit Werken von Beethoven, Liszt, Matičič und Strawinsky geben.

Klementina Golija wurde in Jesenice geboren. Sie studierte Malerei an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand, wo sie 1990 bei den Professoren Glauco Baruzzi und Giuseppe Maraniello diplomierte. Ihren Master im Fach Graphik an der Akademie der Schönen Künste in Ljubljana schloss sie bei Prof. Lojze Logar (1993) und den Master Malerei bei Prof. Gustav Gnamuš (1995) an der gleichen Akademie ab. Insbesondere die Studienaufenthalte in Boston und New York im Jahre 1990 sowie ein zweimonatiger Aufenthalt an der Cité Internationale des Arts in Paris im Herbst 1995 waren wichtig für ihre weitere künstlerische Entwicklung.
Klementina Golija hatte bisher 121 Einzelausstellungen und hat an mehr als 316 Gruppenpräsentationen im In- und Ausland teilgenommen. Für ihr Werk erhielt sie 19 nationale Preise und einen internationalen Preis. Im Jahr 2016 verlieh ihr die Universität Ljubljana die »Anerkennung bedeutender Kunstwerke« und im Jahr 2017 erhielt sie den Titel Dozentin für Malerei der Universität Ljubljana. Seit 1990 ist sie Mitglied im Verband der slowenischen bildenden Künstler. Sie war Initiatorin und langjährige Präsidentin der Biennale der Stadt Kranj sowie der Biennale für Zeichnungen und Malerei der Region Alpe-Adria. Sie beschäftigt sich mit Malerei, Grafik und Design. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Kranj.

Ina Loitzl (* 1972, Klagenfurt am Wörthersee) arbeitet vorrangig mit Found Footage Material im Bereich Textil, Scherenschnitt und Stickcollage. Weiters ist der slapstickhafte Animationsfilm eine weitere Technik, der ihr Gesamtwerk technisch beschreibt. Inhaltlich sind die Rollen der Frau, soziale Umstände, Sexualität, Schönheit, Alter, Leidenschaft und die Vergänglichkeit ein großes Thema in ihrem Oeuvre. Ina Loitzl ist neben ihrer künstlerischen Tätigkeit auch Kuratorin von zahlreichen Ausstellungen. 2025 wurde sie mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Österreich ausgezeichnet. Neben Österreich hat sie ebenso in Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Slowakei, Rumänien, Griechenland, Malta, Palästina, Japan und Taiwan ausgestellt.

Klavdij Tutta (* 1958, Postojna, Slowenien) studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Ljubljana, wo er im Fach Grafik bei Professor Bogdan Borčič sein Magisterstudium abschloss. Er beschäftigt sich mit Malerei, Grafik und Objekten. Seit 1981 ist er Mitglied des Verbands slowenischer Bildender Künstler und arbeitet und als freischaffender Künstler in Nova Gorica und Kranj. Er hatte über 200 Einzelausstellungen und nahm an mehr als dreihundert Gruppenausstellungen im In- und Ausland teil. Für sein Werk erhielt er 61 nationale und internationale Auszeichnungen. Unter den Preisen ragen diejenigen hervor, die er auf internationalen Biennalen in Ljubljana, Barcelona, Seoul, Cadaqués, Łódź und Villach erhielt. Im Jahr 1992 wurde er zum Präsidenten des Verbandes der slowenischen bildenden Künstler gewählt. 1993 gründete er den Kunstworkshop „Slowenien ist offen für die Kunst“, der seit vielen Jahren unter Tuttas Organisation in Sinji Vrh stattfindet.

Tim Jančar ist ein herausragender junger slowenischer Pianist und zeichnet sich durch seine virtuose Technik, seine interpretatorische Tiefe und seine ausdrucksstarke Reife aus. Er erlangte zahlreiche erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben sowie den Škerjanec-Preis des Konservatoriums für Musik und Ballett Ljubljana und den Prešeren-Preis der Musikakademie in Ljubljana. Er schloss sein Masterstudium an der Musikakademie in Ljubljana bei Prof. Tatjana Ognjanovič mit der Auszeichnung „Summa cum laude“ ab und setzte seine Ausbildung am Mozarteum in Salzburg sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Jasminka Stančul fort. Er trat mit dem Sinfonieorchester RTV Slowenien, dem Orchester der Slowenischen Philharmonie und anderen Orchestern auf und konzertiert im In- und Ausland bei renommierten Festivals wie dem Festival Ljubljana, dem Dubrovniker Sommer und dem Chopin Piano Fest. Seit 2018 ist er zudem als Assistent an der Akademie für Musik in Ljubljana tätig.

In Zusammenarbeit mit Slowenisches Kulturzentrum Korotan

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