Ausstellungseröffnung: 13. 9., 11:00-13:00
Die Fotografien sind Teil einer über mehrere Jahre hinweg entstandenen Serie, in der Mateja Kavčič Elemente ihrer früheren Rauminstallationen in neue Kontexte überträgt und sie als eine Form künstlerischer Intervention im öffentlichen Raum einsetze. Ziel ist es, eine spontane und ungezwungene Interaktion zwischen ihr als Künstlerin und dem Kunstwerk entstehen zu lassen – in einem für Kunst unkonventionellen Umfeld und in ungewohnten Situationen, sei es in einer Metropole oder in einer ländlichen Landschaft, meist im Rahmen einer Künstler:innenresidenz.
Das bereits teilweise braun verfärbte Sumpfgras erscheint in sechs Fenstern und ist ein Material, das Kavčič häufig in ihren Rauminstallationen verwendet. Es symbolisiert unsere Vergänglichkeit und die Zerbrechlichkeit der Welt um uns herum. Künstlerische Interventionen, insbesondere im öffentlichen Raum großer Städte, waren für sie etwas Neues und zunächst auch Einschüchterndes. Kavčič hat ihr Zögern überwunden, das in gewisser Weise auch ihre Sensibilität und Verletzlichkeit als Künstlerin widerspiegelt.
Die Fotografien wurden von verschiedenen Freunden und befreundeten Künstlerinnen und Künstlern in unterschiedlichen Ländern aufgenommen, darunter Frankreich, Österreich, Indien und Slowenien.
Mateja Kavčič (* 1970) erlangte 1994 ihren Studienabschluss an der Abteilung für Malerei der Akademie der bildenden Künste in Ljubljana, wo sie sich später noch bei einem Spezialkurs weiterbildete. 2007 erwarb sie eine pädagogisch-andragogische Ausbildung an der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana. Seit 1995 ist sie freischaffende Künstlerin. Sie arbeitet als visuelle Künstlerin in den Bereichen Malerei, Zeichnung, Graphik, Rauminstallation sowie Land Art und wirkt bei Restaurationsprojekten mit. Außerdem leitet sie Mehrgenerationenworkshops und Kreativworkshops für Kinder. 2023 erhielt sie den Hauptpreis des Majski salon, 2021 den Ivana-Kobilica-Preis und 2011 den Anerkennungspreis des Majski salon. Ihre Werke befinden sich in den Sammlungen wichtiger Galerien in Slowenien und einer Galerie in Indien sowie in zahlreichen Privatsammlungen in Slowenien und im Ausland.
Charakteristisch für ihre Kunst sind Bilder und Zeichnungen auf runden Formaten und große Kohlezeichnungen direkt auf den Wänden von Galerien sowie vergängliche Rauminstallationen und experimentelle Projekte performativen Charakters im Freien. Ihre Werke behandeln ökologische Themen und entstehen in langen, sich wiederholenden Prozessen des Umgangs mit in der Natur aufgefundenen Materialien. Sie lebt und schafft in Škofja Loka.
In Zusammenarbeit mit Arbeit in Auslage



