Janez Grošelj ist ein zeitgenössischer Lichtkünstler, der sich auf großformatige, immersive Installationen spezialisiert hat. In seinen Arbeiten untersucht er die fragile Beziehung zwischen Natur, Wahrnehmung und menschlicher Erfahrung. „White Noise“ übersetzt das unsichtbare Phänomen von Klang in eine räumlich erfahrbare Lichtstruktur: Verschlungene Lichtfäden formen dichte, kokonartige Gebilde, die an chaotische, zugleich aber auch geordnete Systeme erinnern. Ausgangspunkt ist das physikalische Prinzip des weißen Rauschens, bei dem alle Frequenzen gleichzeitig präsent sind, ohne dass eine dominiert. Die Installation bewegt sich zwischen Geborgenheit und Überforderung – sie erinnert einerseits an beruhigende Klangräume, andererseits an die Reizüberflutung der digitalen Gegenwart. In der visuellen Verdichtung von Licht entsteht ein Raum, in dem sich Bedeutung aufzulösen scheint und sich das Publikum mit der Gleichzeitigkeit von allem und nichts konfrontiert sieht.
In Zusammenarbeit mit Blockheide Leuchtet



