*Holzglockenturm
- Belfry / Harnagláb / Zvonik
- Eröffnung durch Botschafterin Ksenija Škrilec
- Montag, der 6. Mai um 18 Uhr
- an der Technischen Universität Wien (Prechtlsaal)
Die Ausstellung präsentiert Glockentürme an der Nahtstelle dreier Länder, dreier Völker, die jedoch eine gemeinsame Kultur teilen. Die vorgestellten Glockentürme aus dem Gebiet Österreichs, Sloweniens und dem Westen Ungarns haben ihren Uhrsprung in der evangelischen Kultur; später wurden sie auch vom Katholizismus angenommen. Aus der Reformation und ihrer Philosophie stammt die einfache Konstruktionsweise dieser Gebäude. Sie sind keine Kirchenarchitektur, sondern öffentliche Objekte in der Hand von Dorfgemeinden oder Einzelpersonen. Ihre Betreiber läuteten am Morgen, Mitttag und Abend: zum Arbeitsbeginn, zum Mittagessen und zum Abschluss des Arbeitstages.
Das Errichten von Glockentürmen, die nicht in Kirchenhand liegen, sondern öffentliches oder Privateigentum sind und von Laien betrieben werden, ist ein Weltunikum und stellt eine Frühform der Entwicklung einer Gesellschaft der Gleichen dar. Es ist in jedem Hinblick eine Gesellschaftsarchitektur. Dies ist auch das wahrscheinlich wichtigste Architekturelement, dass im Gebiet der ehemaligen Österreichisch-Ungarischen Monarchie die Länder Österreich, Slowenien und Ungarn auch heute noch verbindet.
- Borut Juvanec
- Professor, Doktor der Wissenschaften, Architekt am Institut für traditionelle Architektur der Universität in Ljubljana. Sein Arbeitsgebiet ist die Theorie der Architektur, ihre Ursprünge und die traditionelle Architektur. Er gibt Vorträge an vielen europäischen Universitäten und Kongressen. Er veröffentlichte über 25 Bücher sowie zahlreiche Artikel im internationalen Raum. Er ist Mitglied von ISIS – Symmetry Melbourne AUS, CIAV Paris F, SPS Le Vans F, ARTE Caceres E, Patronat de Sant Galderic Barcelona CAT und ICOMOS (expert member of CIAV International Scientific Committee of Vernacular Architecture) Paris.
- Andreja Benko
- Doktorin der Architektur. Sie studierte an der Fakultät für Architektur in Ljubljana (2001 bis 2008). In den Jahren 2005, 2006 und 201o war sie Stipendiatin des Dr. Otto und Karla Likar Fundes. Zwischen 2011 und 2015 war sie ein research Fellow an der Universität in Ljubljana, 2013 an der Universität für Wirtschaftslehre und Technologie in Budapest. Seit 2008 ist sie vor allem in den Feldern der Einfamilienhäuser und des Hoteldesigns tätig. Als Wissenschaftlerin beschäftigt sie sich vor allem mit dem Architekturerbe. Ihre Arbeiten sind in verschieden internationalen wissenschaftlichen und Fachzeitschriften veröffentlicht.
- Kuratorin: Dr. Iris Mach
Eine Kooperation des Instituts für Vernakuläre Architektur, Ljubljana, Universität in Ljubljana, Fakultät für Architektur und Technische Universität Wien, Fakultät für Architektur und Raumplanung. Unterstützt durch ICOMOS Nationalkomitee Österreich, JASEC, TU Wien, die Botschaft der Republik Slowenien und SKICA.



