Auftaktveranstaltung: Dienstag, 27. Oktober 2026, 18:00 – 20:30 Uhr
Haus der Geschichte Österreich (hdgö), Wien
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 19. November 2026, 18:30 Uhr
Museum Niederösterreich – Haus der Geschichte, St. Pölten
Ausstellungszeitraum: 20.11.2026 – 28.02.2027
Im Jahr 1976 trat eines der kontroversesten Gesetze der österreichischen Minderheitenpolitik in Kraft: das Volksgruppengesetz. Die Regierung Kreisky versuchte damit die rechtliche Situation der autochthonen Minderheiten zu vereinheitlichen. Dabei ging es um zweisprachige topographische Aufschriften, die Amts- und Gerichtssprache, den Kontakt mit dem Bundeskanzleramt sowie um die Volksgruppenförderung. Bis heute bildet es gemeinsam mit Artikel 7 des Staatsvertrags die rechtliche Grundlage für die österreichischen Volksgruppen. Demnach sind die kroatische, slowakische, slowenische, tschechische und ungarische Minderheit sowie seit 1993 die Volksgruppe der Rom*nja in Österreich offiziell anerkannt. Vor dem Hintergrund jüngster Entwicklungen – wie der Polizeimaßnahme am Gedenkort Peršmanhof, der Beschmierungen von zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten/Koroška und im Burgenland/Gradišće, sowie der aktuellen Novellierung des Gesetzes im Juli 2026, werden historische Perspektiven mit gegenwärtigen Debatten verbunden.
Die Ausstellung der Initiative Minderheiten bietet eine kritische Auseinandersetzung mit dem Volksgruppengesetz und beleuchtet seine konkreten Auswirkungen auf die österreichischen Volksgruppen, seine Leerstellen und seine Potenziale.
Kuratorinnen: Ana Grilc, Laura Darvas, Cornelia Kogoj, Lydia Novak
Gestaltung: koerdtutech (Irina Koerdt, Sanja Utech)
Grafik: Larissa Cerny
Intro-Video: Marie Keppler, Carolin Keppler
In Zusammenarbeit mit Initiative Minderheiten, Museum Niederösterreich – Haus der Geschichte, kärnten.museum und 10. Bundesland – Die Grünen



