Anlässlich des slowenischen Kulturtags am 8. Februar laden SKICA und das Slowenische Wissenschaftsinstitut SZI zur Akademie.
Nach der Begrüßung von Univ. Doz. Dr. Vincenc Rajšp, Direktor des Slowenischen Wissenschaftsinstituts in Wien, hält die slowenische Journalistin der Tageszeitung Delo Jasna Kontler Salamon ein Referat mit dem Titel „Alle Talente sind gleichwertig“.
Eröffnung der Ausstellung der slowenischen Malers Jože Tisnikar (1928-1998). Über den Künstler und seine Werke spricht Katarina Hergold Germ, Kuratorin der Galerie der bildende Kunst in Slovenj Gradec.
Musikalische Umrahmung: Musica cubicularis (Barbara Tišler – Sopran, Domen Marinčič – Viola da gamba, Tomaž Sevšek – Chemballo)
Die Bilder des slowenischen Künstlers Jože Tisnikar beunruhigen jeden, der seinem künstlerischen Schaffen begegnet. Seine Lebensgeschichte, die vor allem durch seine Arbeit in der traumatischen Umgebung einer Krankenhausprosektur geprägt war, bestimmte auch sein künstlerisches Schaffen und die Auswahl der Motive. In seinen Bildern spiegelt sich der ewige Kreislauf von Leben und Tod, die im Betrachter ein Bewusstsein für die Vergänglichkeit und Fragilität der menschlichen Existenz auslösen. Tisnikar entwickelte einen einzigartigen figuralen Ausdruck, stilistisch wird er im dunklen Modernismus angesiedelt. Seine Arbeiten, die aus der erschütternden Erfahrung einer alltäglichen Begegnung mit dem Tod hervorgegangen sind und die uns mit ihrer unfassbaren Ausdruckskraft mit der Vergänglichkeit konfrontieren, erinnern aber auch an die Kostbarkeit jedes Augenblicks, der uns gegeben ist.
Das Ensemble musica cubicularis wurde 2004 gegründet. Der Programmschwerpunkt des Ensembles liegt bei Musik des 17. Jahrhunderts und die Musiker nehmen in ihre Konzertprogramme regelmäßig weniger bekannte und unveröffentlichte Werke auf. Die Besetzung und Größe des Ensembles wird dem jeweiligen Programm angepasst. Das Ensemble arbeitete bisher mit Sängern, Violinisten, Zinkenisten, Posaunisten, Blockflötisten, Lautenisten und einem Jazz-Saxophonisten zusammen. Es gab zahlreiche Konzerte in Slowenien, Italien, Deutschland und Spanien, u.a. bei Festivals wie Festival Radovljica, SEVIQC Brežice, Festival der Mittelalter- und Renaissancemusik Ljubljana, Münsterland Festival, Musica Cortese, Festival Toscano di Musica Antica, Nei Suoni dei Luoghi und REMA Showcase.
Barbara Tišler studierte Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg bei Elisabeth Wilke und Breda Zakotnik. 2002 gewann sie den 1. Preis beim IV. Internationalen Johann Heinrich Schmelzer-Wettbewerb in Melk und wurde Preisträgerin des XIII. Internationalen Johann Sebastian Bach Wettbewerbs in Leipzig. Sie ist als Solistin mit Ensembles aufgetreten wie dem Clemencic Consort, der Batzdorfer Hofkapelle, der Akademie für Alte Musik Berlin, der Capella Coloniensis und der Musica Antiqua Köln.
Žiga Faganel studierte Violine bei Alice Schoenfeld an der Thornton School of Music der südkalifornischen Universität in Los Angeles. Er wirkte als Konzertmeister in slowenischen und internationalen Jugenorchestern und ist seit 2009 Mitglied des Orchester der Slowenischen Philharmonie. 2008 nahm er mit Domen Marinčič und Tomaž Sevšek eine CD mit Violinsonaten von Giuseppe Tartini auf. Er spielt eine Barockvioline eines süddeutschen Meisters aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Domen Marinčič studierte Viola da Gamba bei Philippe Pierlot an der Hochschule für Musik Trossingen. Zudem erwarb er ein Cembalodiplom und absolvierte ein Aufbaustudium im Generalbass. 1997 gewann er den höchsten Preis beim 1. Internationalen Bach-Abel Wettbewerb in Köthen. Er spielte einige Jahre im Ricercar Consort und tritt als Mitglied des Ensemble Phoenix Munich in ganz Europa auf. Er wirkte bei CD-Produktionen für Labels wie Aeolus, Ricercar, Oehms Classics und Harmonia Mundi France mit.
Tomaž Sevšek studierte Orgel bei Zsigmond Szathmáry und Cembalo bei Robert Hill an der Hochschule für Musik Freiburg. Ein Jahr lang studierte er im Rahmen eines Austauschstudiums Orgel bei David Higgs und Cembalo bei Arthur Haas an der Eastman School of Music in Rochester, New York. Er konzertiert als Solist im In- und Ausland (Deutschland, Österreich, Italien, Ungarn, Spanien, USA) und spielt als Cembalist regelmäßig mit dem Streichorchester der Slowenischen Philharmonie.



