Petra Kapš (alias OR poiesis) webt ihre Arbeit zwischen Klangkunst, Radio, Zeit-Raum-Poesie, Performance, kritischer und essayistischer Kunstreflexion sowie Planung und Organisation von Ausstellungen und Festivals.
Das Wort, ihr primäres Medium, erweitert sie in den sonoren Sphären der Zeit-Raum-Poesie. Sie entwickelt eine performative Praxis der territorialen Tonaufnahme, erforscht und realisiert die Möglichkeiten des Radioraumes, widmet sich der Auralität von räumlicher Erinnerung und Zeitwirbeln, dem digitalen Format sowie der Körperlichkeit raumfüllender Bücher. Im Mittelpunkt steht neben allen digitalen Dimensionen die physische Präsenz des Körpers. Ihre Klangarbeiten sind verwurzelte Einsamkeiten.
Aktuelle Arbeiten: Aural memory, time vortex_flux; Klangkomposition, 41’08, Soloperformance // Berliner Luft, Sonopoetic paths Berlin, Klang-/Radioperformance, Fensterroman // Walking Plänterwald, Sonopoetic paths Berlin, September 6th 2015, afternoon, 55’01, Klang-/Radiostück // Silence, searched near the rivers, 40’17, Zeit-Raum-Klangpoesie, Klanginstallation // Homage to John Cage, reading ”Lecture on Nothing” at Ryoan-ji, Kyoto, Leseperformance // Japanese Gardens and Crossings; Paths and Their Sonic Realities, poetry sonor // -OR- changes of art, Being poetic in correspondence with an oracle, Kunstbuch.
Bernhard Cella is interested in the economic and sculptural framework in which artists’ books – highly informed objects in themselves – can be used as artistic materials. To this end, he conceptualized the ’Salon für Kunstbuch’, a life-size model of a bookshop, in his studio in Vienna. Since 2007, more than 12.000 artists‘ books have accumulated and entered into unfamiliar vicinities and dialogues. Buying and selling these objects become an integral part of an original artistic practice.
Über das Buch:
Das Hörbuch trägt die Spur der performativen Situationen (Poesie, Tonaufnahme, Radio Intervention), wenn zuerst die Autorin im Laufe des Arbeitsprozesses und dann der Zuhörer durch die Straßen spaziert und das Buch in einer eigenen Choreografie auf dem Handy abspielt (Plattform radio aporee ::: miniatures for mobiles). Durch die Intimität des Berührens tritt das Buch auf dem Papier in Dialog.
Die Stille der leeren, verfallenen Straßen sind Orte, an denen die Autorin den Modalitäten der Stille zuhört. Das Schweigen der Stadt klingt normalerweise dem Abbau und dem Zerfall von Umweltproduktion nach. Die Stille öffnet der Konkretheit der Dinge den Weg. Und hört die Verbreitung der Zeit, „… gehen, wahnhaft von der Anstrengung der Vergessenheit/ wahnsinnig in der Reinheit der überfluteten Bohrung den nicht mehr benützten Nichts.“



