Der slowenische Autor Jani Virk (1962) zeigt sich auch in seinem jüngsten Prosaband „Zwischen Bäumen“ als Meister der Erzählung. Mit der Kärntner Slowenin Maja Haderlap (1961) hat er den lyrischen Stil gemeinsam und die Eigenschaft, dass sie beide mit ihrem Texterühren ans Herz rühren. Die Dichterin und Schriftstellerin, die mit dem Ingeborg Bachmann-Preis gekrönten Roman „Engel des Vergessens“ als große Erzählerin hervortrat, stellt ihren slowenischen Generationskollegen im Gespräch mit der ORF-Kulturredakteurin Katja Gasser vor.
Maja Haderlap ist 1961 in Bad Eisenkappel, Kärnten geboren. Sie studierte Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Wien. Ab 1992 war sie 15 Jahre lang leitende Dramaturgin am Stadttheater Klagenfurt. Sie ist langjährige Mitherausgeberin und Redakteurin der kärntner-slowenischen Literaturzeitschrift „mladje“. Sie ist Lyrikerin und Romanautorin und schreibt in slowenischer und deutscher Sprache. Mit einem Ausschnitt aus ihrem ersten Roman „Engel des Vergessens“ gewinnt Maja Haderlap 2011 als erste Österreicherin den Ingeborg Bachmann-Preis. Sie lebt in Klagenfurt.
Jani Virk (geborgen 1962) studierte Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft. Er war Gastarbeiter in Düsseldorf, Chicago und London und lebt nun als Autor, Fernsehredakteur und Journalist in Ljubljana, Slowenien. In Slowenien publizierte Virk bisher 6 Romane, 5 Erzählbände, einen Gedicht- und einen Essayband. Sein Roman Sergijs letzte Versuchung wurde vom Wieser Verlag veröffentlicht (2004). Die Titelgeschichte seines neusten Erzählbands Zwischen Bäumen (Med drevesi, Beletrina, 2016) wird im November Heft der Literaturzeitung Wespennest abgedruckt.
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