1. – 31. 8. 2026

Nika Korenjak

Artist-in-Residence

Nika Korenjak ist Schauspielerin, Performerin und Dramaturgin, die sich ganzheitlich mit postdramatischem, physischem und dokumentarischem Theater beschäftigt. Nach ihrem Studium an der Akademie für Theater, Radio, Film und Fernsehen in Ljubljana begann sie ihre Zusammenarbeit mit dem Mini Teater in Ljubljana, mit den Regisseuren Ivica Buljan und Robert Waltl sowie mit dem Institut Zavod Delak und den Regisseuren Dragan Živadinov und Aljoša Živadinov Zupančič. Sie vertrat den kroatischen Pavillon auf der Prager Quadriennale 2019, war Teil des Programms Make a Move im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Rijeka 2024, spielte in der 61. Saison von Remake a World des New Yorker Theaters La MaMa Experimental Theatre Club mit dem Mini Teater in der Inszenierung Turingov stroj auf, trat gemeinsam mit dem Institut Zavod Delak bei der 10. Asia-Europe Mediations Biennale in Istanbul, nahm am Residenzprogramm La MaMa Next Generation Cura 2024 in Italien mit dem Soloprojekt Ženske bodoče družbe teil, war Teil des internationalen Programms L’École des Maîtres 2025 unter der Leitung von Amir Reza Koohestani und entwickelte dort die Rolle der Mascha in Tschechows Drei Schwestern. Seit 2024 ist sie in Wien beim Festival Wiener Festwochen tätig. Im Jahr 2024 spielte sie in der von Milo Rau inszenierten Oper La Clemenza di Tito, im Jahr 2025 trat sie sowohl mit einer schamanistischen Solo-Performance als auch bei der Eröffnungsveranstaltung in Zusammenarbeit mit Milo Rau und Giacomo Bisordi auf; in diesem Jahr spielte sie im Stück The Day Before der brasilianischen Regisseurin Christiane Jatahy. In Slowenien arbeitet sie mit dem Anton Podbevšek Theater, dem Regisseur Juš Zidar, dem SNG Drama Ljubljana, dem Stadttheater Ljubljana und dem Institut Maska.

Sie nähert sich dem Theater aus theatertheoretischer Perspektive, indem sie die Grenzen von Körper und Geist anhand avantgardistischer Theorien erforscht, die über die Grenzen des Theaters selbst hinausreichen und auf andere Kunstströmungen zurückgreifen. Der körperliche Ausdruck, den die Künstlerin in den Mittelpunkt stellt, ist ihre unerschöpfliche Inspiration, die sie immer weiter hin zur Erforschung von Grenzen, der Überwindung von Möglichkeiten und der Entdeckung autonomer Bewegung treibt, die sich nicht nur auf choreografische Beschränkungen konzentriert.

Foto: Jakob Jurkošek

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