Bei der diesjährigen Ausgabe des Filmfestivals Viennale ist die slowenische Filmproduktion bei mehreren Screenings vertreten, u. a. mit der Österreich-Premiere des Films Mila/Marija.
Mila/Marija
25. Oktober, 18:00, OmdU
Gartenbaukino, Parkring 12, 1010 Wien
31. Oktober, 14:30, OmeU
Stadtkino im Künstlerhaus, Akademiestraße 13, 1010 Wien
Slowenien, Österreich, Griechenland, 2026
100 Min
Regie: Andrina Mračnikar
Besetzung: Doroteja Nadrah (Mila), Oskar Haag (Hanzi), Marko Mandić (Joza)
Ein Bergdorf in Kärnten/ Koroška 1942: Mila und ihr Bruder Hanzi schließen sich im Zweiten Weltkrieg dem bewaffneten Widerstand der Kärntner slowenischen Partisan:innen an. Doroteja Nadrah und Oskar Haag verkörpern die beiden Geschwister mit eindringlicher Körperlichkeit in einem hochkarätigen, mehrsprachigen Ensemble u.a. mit Edita Malovčić und Marko Mandić. Unter dem Decknamen Marija steigt Mila zur Befehlshaberin ihrer Einheit auf und trifft im Kampf für die Freiheit Entscheidungen über Leben und Tod.
In Anwesenheit von Andrina Mračnikar und Marko Mandić sowie am 25.10. von Doroteja Nadrah und Oskar Haag.
Ali je bilo kaj avantgardnega?
28. Oktober, 15:15, OmeU
Stadtkino im Künstlerhaus, Akademiestraße 13, 1010 Wien
Slowenien, 2024
Regie: Jurij Meden, Matevž Jerman
98 min
Die slowenische Kinoteka hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Werke aus der Zeit ab den 1960er Jahren restauriert, für die ein einheitlicher Begriff nicht leicht zu finden ist: Avantgarde? Experimentalfilm? Amateurkunst? Innovatives oder alternatives Kino? Alle diese Möglichkeiten, alle wohl begründet, werden von den Zeitzeugen und Fachleuten vorgeschlagen, die in diesem schwungvollen Durchgang durch fünf Jahrzehnte überbordender Kreativität zu Wort kommen. Eine Vielzahl von Ausschnitten aus Filmen von bedeutenden Protagonisten der Bewegung wie Vinko Rozman (*1938), Karpo Godina (*1943) und Davorin Marc (*1964) macht neugierig auf nähere Beschäftigung. (Bert Rebhandl)
In Anwesenheit von Matevž Jerman und Jurij Meden.
Kurzfilme von Vasko Pregelj
29. Oktober, 15:00
Metro, Kinosalon, Johannesgasse 4, 1010 Wien
kD, stumm
In seinen Experimentalfilmen verknüpft Pregelj Verfahren der Bildenden Kunst mit Überlegungen zur Geschichtserfahrung. FANTAZIJA und SANJE sind verbunden durch ein Motiv, das auf indigene Bildwelten verweist: ein Totempfahl, der zunehmend wie eine Installation wirkt, dabei aber seine Aura schamanischer Exotik behält. STARO DVORIŠČE zeigt Aufnahmen eines alten Mannes in einer Welt, die dem Untergang geweiht scheint. NOKTURNO ist eine melancholische Reflexion über die Einsamkeit, die den Menschen angesichts der bedrängenden Gegenwart ergreift; mit dem jüdischen Klagelied „El Male Rachamim“ bezieht sie sich auf die negative Mitte des 20. Jahrhunderts. (Bert Rebhandl)
Dieser Film läuft im Rahmen des Screenings FEVER DREAMS OF VASKO PREGELJ.



