22. 11. 2018, 18:00

Ivan Cankar und Michael Guttenbrunner

Ein Kapitel der Cankar-Rezeption in Österreich
Slowenisches Institut in Wien, Praterstraße 25/I (Fürstenhof)
1020 Wien

*Ivan Cankar und Michael Guttenbrunner

  • Ein Kapitel der Cankar-Rezeption in Österreich
  • Präsentiert von Dr. Erwin Köstler

Das Jahr 2018 ist das Jahr des Gedenkens an den hundertsten Todestag des großen Schriftstellers der europäischen Moderne Ivan Cankar (1876-1918), der zehn Jahre seines Lebens in Wien (Ottakring) verbracht und hier einen Großteil seines Werks geschrieben hatte. Das Slowenische Institut in Wien (Link) widmet das Gedenken an Ivan Cankar, einem politischen Menschen, der der Sozialdemokratie eng verbunden war und 1907 sogar als Kandidat der Sozialdemokratischen Partei der Südslawen für den Reichsrat kandidierte. Es gab eine Ausstellung im Theseus-Tempel, kenntnisreiche Artikel in der Presse und in Parteiblättern erschienen, die unter anderem auch Cankars Verhältnis zum Austromarxismus zu ergründen versuchten.

Auf zutiefst persönliche, aber doch eminent politische Weise näherte sich der österreichische Dichter Michael Guttenbrunner (1919-2004) Ivan Cankar an, der über den slowenischen Nationalautor schon zu einer Zeit schrieb, als sein Name noch nicht Teil des Diskurses über das Wien des Fin de siècle geworden war. In einigen Texten, in denen er die Poetik Cankars wie dessen widerständige Haltung als eine lebenslange Herausforderung beschrieb, formulierte er anhand von Cankar eine Verbindlichkeit zwischen Poesie und gesellschaftlichem Engagement, die bis heute nichts an Aktualität verloren hat.

…Guttenbrunner zeichnete zeitlebens seine antifaschistische Haltung und eine ausgeprägte Aversion gegen Autoritäten aus. U.a. wurde er wegen seiner Weigerung, das „Horst-Wessel-Lied“ zu singen, der Schule verwiesen. Zwei weiterer Male wurde er wegen illegaler Betätigung für die verbotene Sozialdemokratische Partei verhaftet und stand dreimal vor dem Kriegsgericht. Er starb im Wilhelminenspital und wurde am Heiligenstädter Friedhof begraben. Cit. Wikipedia

Aus der Gegenüberstellung zweier Rezeptionsweisen und von Texten beider Autoren entsteht ein kleines Panorama von Themen, die beide Autoren miteinander verbinden und bei aller Verschiedenheit der Poetik auch Korrespondenzen in der Weltwahrnehmung wie in der Selektion literarischer Motive offenbaren.

Unterstützt vom Slowenischen Kulturinformationszentrum SKICA und der SPÖ Ottakring

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