Auf Slowenisch und Kroatisch mit deutscher Übersetzung
Esad Babčić (SLO) Ein fauler Essay
Marko Gregur (CRO) Dolinar
Moderator: Sebastian Walcher
Programm EUNIC Literaturtage (20.–25. 4.)
EUNIC Austria, das europäische Netzwerk nationaler Kulturinstitute und Botschaften, lädt herzlich zur bereits fünften Ausgabe des Literaturfestivals, das sich heuer über sechs Tage erstreckt und von insgesamt 14 europäischen Ländern und Regionen organisiert wird. Um Höchstleistungen zu erbringen, braucht es Leidenschaft, aber auch Ausdauer und Disziplin. Das gilt im Sport genauso wie in vielen anderen Bereichen. Inspiriert vom sportlichen Großereignis des Jahres, der Fußball-WM, widmen sich die EUNIC Literaturtage diesmal dem Thema Leistung und Leidenschaft im weitesten Sinne.
Wenn es um Sport geht, verbindet Kroatien und Slowenien eine traditionelle Rivalität, die so manches Mal in emotionsgeladenen Duellen mündet. Wie aber verhält es sich auf literarischem Parkett? Esad Babačić in Marko Gregur sind zwei sportbegeisterte Autoren, die sich den kleinen Geschichten des Lebens verschrieben haben. Während Gregur ein Buch über Žarko Dolinar, Universitätsprofessor, ehemaliger Weltmeister im Tischtennis und Retter zahlreicher Menschenleben verfasst hat, stellt sich Babačić mit einem Essay über Faulheit vor. Ein Aufeinandertreffen, das großes Diskussionpotenzial bietet, vor allem aber eines garantiert: Als Gewinner wird das Publikum herausgehen.
Esad Babačić (*1965) hat fünfundzwanzig Bücher mit Gedichten, Prosa und Essays in slowenischer Sprache veröffentlicht, Übersetzungen seiner Bücher sind auch in englischer, deutscher, kroatischer, bulgarischer und mazedonischer Sprache erschienen. Für sein Gedicht Donava (Die Donau) erhielt er den Kulturpreis Hörbiger. Im Jahr 2020 wurde er für sein Essayband Veš, mašina, svoj dolg mit dem renommierten Rožanc-Preis ausgezeichnet, der für den besten Essayband der letzten zwei Jahre verliehen wird.
Marko Gregur (*1982) studierte Betriebswirtschaft Betriebswirtschaft, wandte er sich jedoch konsequent der Literatur zu. Er schreibt Lyrik und Prosa und wurde mehrfach ausgezeichnet. Er verbindet Archivarbeit mit literarischer Verdichtung und macht vergessene Biografien sichtbar. Nach dem Roman Vošicki (Wieser Verlag, 2025) setzte er diesen poetisch-dokumentarischen Zugang auch in Dolinar fort. Beide Werke zeigen Persönlichkeiten aus peripheren (kleinen) Herkunftsorten, deren Lebenswege Mut, Leidenschaft, Beharrlichkeit und Wirkungskraft offenbaren.
Sebastian Walcher (*1981) Studium Slawistik sowie Konferenzdolmetschen in Graz und Ljubljana. Lebt und arbeitet als Übersetzer und Dolmetscher für die Sprachen Deutsch, Slowenisch und Englisch sowie als Moderator ein- und mehrsprachiger Veranstaltungen in Graz. Übersetzt u. a. Literatur zahlreicher slowenischer AutorInnen (z.B. Dino Bauk, Svetlana Makarovič, Andrej E. Skubic, Tomaž Šalamun, Tadej Golob u. v. a. m.) ins Deutsche. Sebastian Walcher nahm an zahlreichen Übersetzungsseminaren teil, erhielt Aufenthaltsstipendien und mehrfach die Übersetzungsprämie des Bundeskanzleramts der Republik Österreich.
In Zusammenarbeit mit: EUNIC Austria, Botschaft der Republik Kroatien in Wien, Matica Hrvatska.



