Die LyrikerInnen Ana Pepelnik, Veronika Dintinjana, Maja Vidmar und Primož Čučnik aus Slowenien stellen sich mit ihrer Poesie vor, die im Novemberheft der Literaturzeitschrift Lichtungen nachzulesen ist. Vorgestellt von Robert Prosser und begleitet vom bekannten Akkordeon-Virtuosen Bratko Bibič.
Primož Čučnik wurde 1971 in Ljubljana geboren, wo er als Lyriker, Gelegenheitsessayist und Übersetzer lebt. Sein Buch „Dve zimi“ („Zwei Winter“, 1999) erhielt den Preis für das beste Debüt Sloweniens. Es folgten weitere Sammlungen, u. a.: „Delo in dom“ („Arbeit und Heim“, 2007), „Kot dar“ („Wie ein Geschenk“, 2010), Mikado (2012), „Ti na S“ („Du mit S“, 2017). Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, u. a. den Preis der Prešeren-Stiftung 2008. Er verfasste den Prosaband „Otročjos“t („Kindischsein“, 2013), nebenliterarische Notizen „Primet s knjigo“ („Würze mit Buch“, 2017). Er ist Redakteur der Literaturzeitschrift Literatura und leitet seinen eigenen Taschenverlag namens Šerpa (Sherpa).
Veronika Dintinjana, 1977 geboren, ist Lyrikerin und Übersetzerin. 2002 wurde sie beim Festival Urška für junge slowenische Literatur zur besten Autorin gewählt. 2008 wurde sie Ritterin des Poesieturniers in Maribor. Bei LUD Literatura erschien ihr Poesieerstling „Rumeno gori grm forzicij“ („Gelb brennt der Forsythienstrauch“, 2008), der bei der 24. Buchmesse in Ljubljana den Preis für das beste Debüt erhielt. Ihr zweites Werk „V suhem doku“ („Im Trockendock“, 2016) erschien acht Jahre später im selben Verlag. Sie ist Mitorganisatorin der Poesieabende Mlade rime (Junge Reime), die vom Verein LUD Kentaver durchgeführt werden.
Ana Pepelnik, geboren 1979 in Ljubljana, ist Lyrikerin und Übersetzerin. Beim Verlag LUD Literatura erschien ihr vielbeachteter erster Gedichtband „Ena od varijant kako ravnati s skrivnostjo“ („Eine der Varianten mit Geheimnissen umzugehen“, 2007) und später noch „Utrip oranžnih luči“ na semaforjih („Das Blinken gelben Lichts auf Ampeln“, 2009) sowie „Cela večnost“ („Eine ganze Ewigkeit“, 2013). Ihre beiden aktuellsten Bücher sind „Pod vtisom“ („Unter dem Eindruck“, 2015) und „Tehno“ („Techno“, 2017). Sie war beim internationalen Dichterinnenprojekt Metropoetica und VERSOPOLIS beteiligt.
Maja Vidmar, geboren 1961 in Nova Gorica, studierte Slowenisch und Literaturwissenschaften. Sie ist eine der bekanntesten slowenischen Lyrikerinnen, die bereits mit ihrem ersten Gedichtband „Razdalje telesa“ („Körperdistanzen“, 1984) Neuland betrat. Bisher erschienen sieben Lyrikbände, u. a.: „Prisotnost“ (2005, auf Deutsch unter dem Titel „Gegenwart“ bei Edition Korrespondenzen erschienen, 2007), „Sobe“ („Zimmer“, 2008), „Kako se zaljubiš“ („Wie man sich verliebt“, 2012) und „Minute prednosti“ („Minuten des Vorsprungs“, 2015), sowie zwei Anthologien ihrer Poesie. Ihre Gedichte sind in zahlreiche Sprachen übersetzt, sie erhielt mehrere Preise u. a. den Preis der Prešeren-Stiftung 2006.
Robert Prosser, geboren 1983 in Tirol, lebt dort und in Wien. Nach dem Studium der Komparatistik und Kultur- und Sozialanthropologie verbrachte er längere Zeit in Asien, in der arabischen Welt und in England. Er ist der österreichische Kurator von Babelsprech zur Förderung junger deutschsprachiger Dichtung. Robert Prosser wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, wie z.B. Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung 2014, Aufenthaltsstipendium am Literarischen Colloquium Berlin 2014. 2013 erschien sein Debüt „Geister und Tattoos“. Sein neuer Roman „Phantome“ stand auf die Longlist des Deutschen Buchpreises.
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